Wie nutzen Beschäftigte des öffentlichen Sektors Künstliche Intelligenz, wie bewerten sie deren Potenziale und Risiken und welche organisationalen Rahmenbedingungen bestehen bislang? Diesen Fragen widmet sich der internationale Global Artificial Intelligence Adoption Survey, an dem sich Beschäftigte aus 111 Ländern beteiligten.
Der nun veröffentlichte Deutschlandbericht „Global AI Adoption Survey: Ergebnisse für den öffentlichen Sektor in Deutschland“ wertet die Angaben von 445 Beschäftigten aus öffentlichen Organisationen in Deutschland aus. An dem Bericht wirkte Prof. Dr. Anna Steidle von der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg mit. Darüber hinaus wurde das internationale Forschungsprojekt an der HVF durch Prof. Dr. Michael Schorn und Anna Kost aus dem Kooperativen Promotionskolleg „Good Administration“ begleitet und unterstützt.
Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Werkzeuge in der untersuchten Teilstichprobe bereits weit verbreitet sind. Knapp 83 Prozent der Befragten geben an, KI beruflich zu nutzen. Dabei kommen vor allem leicht zugängliche Anwendungen wie Chatbots und KI-Assistenten zum Einsatz. Zugleich wird deutlich, dass die individuelle Nutzung der organisationalen Unterstützung häufig voraus ist: Schulungen, Ressourcen und formale Verfahren zur Prüfung und Dokumentation der KI-Nutzung sind bislang vielfach nur begrenzt vorhanden.
Der Deutschlandbericht ist unter folgendem DOI abrufbar:
Global AI Adoption Survey: Ergebnisse für den öffentlichen Sektor in Deutschland
https://doi.org/10.13140/RG.2.2.15167.27043
Ergänzend bietet der internationale Bericht einen Überblick über die Ergebnisse der weltweiten Befragung von 17.101 Beschäftigten des öffentlichen Sektors aus 111 Ländern:
Global Artificial Intelligence Adoption Survey: Perceptions of Public Sector Employees
https://doi.org/10.13140/RG.2.2.18893.81125