Fachprojekt auf Studienreise in Bergamo

Akademisches Auslandsamt| Nachricht vom 28.04.2026

Artikel von Public Management Studierenden

 

Im Rahmen des Fachprojekts „Deutsch-Italienisch Kolloqium“ besuchten Studierende und Lehrende unserer Hochschule vom 08. bis 10. April die italienische Stadt Bergamo. Ziel war es, Einblicke in das italienische Gesundheits- und Verwaltungssystem zu gewinnen sowie den interkulturellen Austausch der Städtepartnerschaft zu stärken.

 

Den Auftakt bildete ein Besuch bei der Agenzia di Tutela della Salute (ATS), einer zentralen Institution des regionalen Gesundheitssystems. In Fachvorträgen wurde das italienische Gesundheitssystem vorgestellt und mit dem deutschen Modell verglichen. Besonders deutlich wurde dabei die stärkere Ausrichtung auf Prävention in Italien sowie die Organisation nach den Grundprinzipien Universalität, Gleichheit und Solidarität. Diskutiert wurden zudem aktuelle Herausforderungen wie steigende Kosten, der demografische Wandel und die Zunahme chronischer sowie psychischer Erkrankungen.


Ein weiterer Schwerpunkt lag auf internationalen Kooperationen im Gesundheitswesen. Die ATS arbeitet eng mit europäischen Partnern zusammen und engagiert sich unter anderem in Forschungsprojekten, beispielsweise im Bereich Parkinson. Neben fachlichen Inhalten bot das Programm auch kulturelle Einblicke in die Region. Dazu gehörten der Besuch der renommierten Accademia Carrara sowie eine Führung durch ein traditionsreiches Weingut.

 

Am zweiten Tag standen wirtschaftliche und historische Aspekte im Mittelpunkt. Nach einer Besichtigung einer historischen Bibliothek erhielten die Teilnehmenden bei der Handelskammer in Dalmine Einblicke in die regionale Start-up-Szene. Eine anschließende Stadtführung durch die Altstadt von Bergamo rundete den Tag ab.

 

Der dritte Tag widmete sich der kommunalen Verwaltung. Bei einem Besuch der Stadtverwaltung Bergamo wurden die Strukturen und Arbeitsweisen der italienischen Kommunalpolitik vorgestellt. Im Fokus standen dabei Themen wie Digitalisierung, Klimaneutralität, Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Zudem wurden bestehende Partnerschaften und Austauschmöglichkeiten, insbesondere mit Ludwigsburg, hervorgehoben.

 

Die Studienreise bot den Teilnehmenden wertvolle fachliche Impulse, praxisnahe Einblicke und die Möglichkeit, internationale Perspektiven kennenzulernen. Sie unterstreicht die Bedeutung globaler Zusammenarbeit in Bildung, Verwaltung und Gesundheitswesen.