HVF erhält im Professorinnenprogramm Förderung von Bund und Ländern
Großer Erfolg für die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (HVF): Als eine von lediglich zehn Hochschulen in Baden-Württemberg wurde sie im dritten und letzten Call des Professorinnenprogramms 2030 von Bund und Ländern zur Förderung ausgewählt. Das Programm ermöglicht eine finanzielle Entlastung von bis zu 165.000 Euro jährlich für bis zu drei Professuren, die mit Frauen besetzt werden. Die dadurch freiwerdenden Mittel investieren die teilnehmenden Hochschulen gezielt in ihre Gleichstellungsstrukturen.
Mit einem Professorinnenanteil von 29 Prozent zählt die HVF bereits heute zur Spitzengruppe der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dennoch bleibt der verfassungsrechtliche Auftrag zur Gleichstellung ein zentrales Anliegen der Hochschule. Die erfolgreiche Antragstellung im Professorinnenprogramm 2030 unterstreicht diesen Anspruch. Die HVF setzt weiterhin auf ambitionierte Ziele, die mit einem ganzheitlichen Ansatz und vereinten Kräften erreicht werden sollen.
Rektorin Dr. Iris Rauskala freut sich über den positiven Förderbescheid:
„Das ist natürlich ein großer Erfolg für die Hochschule und für Frauen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Verwaltung. Bereits die Antragstellung war ein gemeinsames Bestreben zahlreicher Einrichtungen und Personen an der Hochschule. Dass dieser umfassende Blick und auch die Ehrlichkeit bei der Frage nach Stärken und Schwächen unserer Hochschule in Sachen Gleichstellung sich nun ausgezahlt haben, freut mich besonders. Wir wissen natürlich auch, dass die wahre Arbeit jetzt erst losgeht – unser erarbeitetes Konzept will ja nun in die Tat umgesetzt werden.“
Voraussetzung für die Förderung war neben einer detaillierten Stärken-Schwächen-Analyse ein überzeugender Maßnahmenkatalog. Ziel ist es, Gleichstellung noch stärker strukturell im Hochschulalltag zu verankern und Frauen auf dem Weg in Spitzenpositionen gezielt zu fördern.
Für die HVF stehen dabei mehrere Handlungsfelder im Fokus. Zum einen werden bestehende Strukturen und Abläufe geschlechtersensibel analysiert und weiterentwickelt. Hier kann die Hochschule bereits auf beachtliche Fortschritte aufbauen – etwa bei der Berücksichtigung von Gleichstellungskriterien in Berufungsverfahren oder bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Karriere.
Zum anderen setzt die HVF verstärkt auf eine systematische Förderung von Frauen in allen Qualifizierungsstufen im Wissenschaftsbetrieb. Gezielte Coaching- und Mentoring-Angebote sollen Studentinnen frühzeitig ermutigen, ambitionierte berufliche Ziele zu verfolgen, sowohl im Hochschulbereich als auch in verantwortungsvollen Positionen der öffentlichen Verwaltung.
Darüber hinaus werden interdisziplinäre Promotionsmöglichkeiten ausgebaut, um attraktive Perspektiven für einen Verbleib in der Wissenschaft zu schaffen. Ein noch gezielteres Recruiting von Akademikerinnen soll zudem dazu beitragen, Professuren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften stärker im Bewusstsein von Universitätsabsolventinnen zu verankern und wissenschaftliche Spitzenpositionen nachhaltig diverser zu besetzen.
Die Umsetzung der Maßnahmen ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt.
