Den Staat neu denken: Bachelorstudierende präsentieren ihre Ideen
© HVFWie könnte die Digitalisierung des Staates aussehen, wenn alle Möglichkeiten offenstünden?
Dieser Frage widmeten sich die Studierenden des fünften Semesters im Bachelorstudiengang „Digitales Verwaltungsmanagement (DVM)“ der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Am 2. April präsentierten sie ihre innovativen Konzepte und die dahinterstehenden Systeme vor Alumni und Presse.
Die Studierenden entwickelten ein Informationssystem mitsamt Benutzerschnittstellen, das eine maximal optimierte Verwaltung von der Wiege bis zur Bahre darstellt. Als Video aufbereitet, zeigten die Studierenden das beispielhafte digitale Leben des Max Schilling.
© HVFZu Beginn seines Lebens ausgestattet mit einer persönlichen e-ID, visualisierten die Studierenden die Möglichkeiten, das Leben mittels einer zentralen staatlichen Plattform digital zu gestalten.
In einer digitalisierten Verwaltung liefe nicht nur die Suche nach einem Kindergarten online ab, sondern auch die Suche nach einem Job inklusive parallel mitlaufender Aktualisierung des eigenen Lebenslaufs.
Alle Mitteilungen werden zuverlässig und schnell über ein digitales Postfach zugestellt und Anträge müssen nicht mehr in Papierform eingereicht werden.
Mit dem Tod stoppt die Auszahlung von Leistungen automatisch.
© HVFAlumni des Studiengangs eruierten im Rahmen einer Diskussionsrunde die Potenziale und Hürden der im Video gezeigten Ideen.
Es wurde deutlich, dass insbesondere die Zusammenführung bereits bestehender Infrastrukturen und Systeme als große Herausforderung gesehen wird. Die föderale Struktur Deutschlands sowie historisch gewachsene IT-Landschaften erschweren eine einheitliche Integration erheblich.
Ein weiterer zentraler Punkt war die gesellschaftliche Akzeptanz. Die Diskussionsteilnehmenden betonten, dass das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Politik und Verwaltung eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg einer solch umfassenden Digitalisierung darstellt. Datenschutz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit staatlichen Handelns spielen hierbei eine wesentliche Rolle.
Gleichzeitig wurde der Ansatz der Studierenden durchweg positiv bewertet. Die Alumni hoben hervor, dass visionäre und ganzheitliche Konzepte notwendig seien, um die digitale Transformation der Verwaltung voranzutreiben.