Vernissage an der HVF: „Durch die Dunkelheit ins Licht: Stille – Wandlung – Leben“

Nachricht vom 09.04.2026

Mit einer Vernissage eröffnete die HVF am 26. März die neue Kunstausstellung auf dem Hauptcampus.

Mit einer Vernissage eröffnete die HVF am 26. März die neue Kunstausstellung auf dem Hauptcampus. Unter dem Titel „Durch die Dunkelheit ins Licht: Stille – Wandlung – Leben“ präsentiert die ukrainische Künstlerin Dr. Julia Matveyeva Werke, die von ihrem Weg aus der Ukraine nach Deutschland und der Suche nach innerem Frieden erzählen.

 

Die Prorektorin der Hochschule, Prof. Dr. Annette Zimmermann-Kreher, hieß die zahlreich erschienenen Gäste im ersten Stock von Gebäude 4 willkommen. In ihrer Begrüßung würdigte sie den künstlerischen Werdegang von Julia Matveyeva. Die Künstlerin ist nicht nur Malerin, sondern auch promovierte Kunsthistorikerin mit einem Forschungsschwerpunkt auf frühchristlicher und byzantinischer Textilkunst.

Organisiert wurde die Ausstellung von Prof. Dr. Elke Gaugel, die den Rahmen für die Ausstellung schuf. Musikalisch wurde die Vernissage durch ein Duett von Ania Matveyeva (Geige) und Larisa Pozunko (Klavier) untermalt.

 

In einem einführenden Film dokumentierte Julia Matveyeva die Zäsur durch den Krieg in ihrer Heimat. Die gezeigten Werke entstanden vor, während und nach der Flucht. Die promovierte Kunsthistorikerin nutzt dabei ein breites Spektrum von Pastell- und Buntstiftzeichnungen über Textilkunst bis hin zur Aquarellmalerei.

Als kleine Anekdote erzählte sie mit einem Lächeln, dass sie ihre Aquarelle immer bei sich trage und sogar während der Autofahrt malt, um flüchtige Momente festzuhalten.

 

Trotz der bewegten Entstehungsgeschichte strahlen die Bilder eine tiefe Ruhe aus. Matveyeva erläuterte dem Publikum an ausgewählten Beispielen:

„Ich male nicht nur Bilder, ich male Stille – und mit ihr kommt der Frieden.“

 

Im weiteren Verlauf nahm sich die Künstlerin Zeit, zu drei ausgewählten Bildern die Entstehungsgeschichte und die damit verbundene Stimmung zu erläutern. Es wurde deutlich, dass das Motto der Ausstellung – der Weg durch die Dunkelheit ins Licht – für sie persönlich bedeutet, Schwierigkeiten aktiv zu überwinden.

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten viele Gäste bei Fingerfood und Getränken die Gelegenheit, mit Julia Matveyeva ins Gespräch zu kommen und die Werke auf sich wirken zu lassen.

 

Besucherhinweis:

Die Ausstellung ist noch bis Oktober 2026 im 1. Obergeschoss von Gebäude 4 auf dem Campus Reuteallee zu sehen.