9. Ludwigsburger Digitalisierungsgespräche: Wie geht es weiter mit der Digitalisierung im Land?

Institut für Angewandte Forschung| Nachricht vom 16.10.2026

Insgesamt 3.176 Teilnehmer seit Start der Veranstaltung in 2023

„Gut 150 Tage neue Landesregierung: Wie geht es weiter mit der Digitalisierung in Baden-Württemberg?“ - so lautete der Titel der am 14. Oktober 2026 durchgeführten 9. Ludwigsburger Digitalisierungsgespräche. Auf dieser vom Institut für Digitale Plattformen in Verwaltung und Gesellschaft (DPVG) im IAF und der Professur für Digitales Verwaltungsmanagement (DVM) (Prof. Dr. Volkmar Mrass) durchgeführten Veranstaltung ging es um den aktuellen Status und das daraus ableitbare weitere Vorgehen bei der Digitalisierung in Baden-Württemberg. Die Veranstaltung stieß quer durch die gesamte Verwaltung in Baden-Württemberg wieder auf sehr großes Interesse. Seit Start der Ludwigsburger Digitalisierungsgespräche vor dreieinhalb Jahren am 15. März 2023 konnte diese Veranstaltungsreihe bisher insgesamt 3.176 Besucher verzeichnen. Die Ludwigsburger Digitalisierungsgespräche sind damit mit rund 800 Teilnehmern pro Jahr eine der größten regelmäßigen Veranstaltungen der HVF für eine externe Zielgruppe.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung kamen auch am 14. Oktober 2026 aus allen Ebenen der Verwaltung in Baden-Württemberg - unter anderem aus Städten und Gemeinden, Landkreisen, Regionen und Regierungspräsidien bis hin zu zahlreichen Vertretern baden-württembergischer Ministerien. Hinzu kamen auch diesmal wieder zahlreiche Teilnehmer aus anderen Feldern wie beispielsweise Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft. Gemäß dem Konzept der Ludwigsburger Digitalisierungsgespräche, einen Austausch aus vielen verschiedenen Perspektiven zu ermöglichen, konnten HVF-Rektorin Dr. Iris Rauskala und Organisator Prof. Dr. Volkmar Mrass auch diesmal wieder Referenten aus den vier großen Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen:

 

Sascha Binder (MdL), Landtagsabgeordneter des Wahlkreises 11 (Geislingen) und Fraktionsvorsitzender im Landtag, Steffen Jäger, Präsident und Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags Baden-Württemberg, Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen, William Schmitt, Vorsitzender des Vorstandes der Komm.ONE (AöR), sowie Johanna Wende, Director und Leiterin des Geschäftsbereichs Government der IBM Deutschland GmbH.

 

In seiner Einführung in das Thema stellte Prof. Dr. Volkmar Mrass, Direktor des Instituts für Digitale Plattformen in Verwaltung und Gesellschaft (DPVG) und Inhaber der Professur für Digitales Verwaltungsmanagement (DVM) u.a. aus wissenschaftlichen Theorien wie dem Technology Acceptance Model (TAM) für die Digitalisierung ableitbare Empfehlungen, wesentliche Kerninhalte der aktuellen Digitalisierungsstrategie der baden-württembergischen Landesregierung, Digitalisierungs-Statements aus dem Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2026-2031 sowie im Kontext der Verwaltungsdigitalisierung zu beachtende Themen wie die Cybersicherheit vor. Im Anschluss daran erfolgte ein jeweils 8-minütiges Kurzstatement der fünf Referentinnen und Referenten. In der sich anschließenden moderierten Diskussion mit den Referenten und Teilnehmern kam ein breites Spektrum an in diesem Kontext relevanten Aspekten zur Sprache - von Best-Practices anderer Länder über den Einfluss von Datenschutzaspekten und Föderalismus auf Verwaltungsdigitalisierung bis hin zur Notwendigkeit von mehr Bündelung und Zentralisierung im Bereich der Verwaltungs-IT. Zum Abschluss der Veranstaltung bestand Einigkeit darin, dass in Baden-Württemberg auch in Zukunft weitere Anstrengungen notwendig sein werden, um im Bereich Digitalisierung zur Spitze zu gehören.