Kommunale Interkulturelle Kompetenzen Stärken (KIKS): Perspektivwechsel 2023

Projektverantwortlich an der HVF: Prof. Dr. Alexander Loch
Projektlaufzeit: 2022-2025
Finanzierung: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg

Nicht über Menschen aus Afghanistan, Syrien, Ukraine, Afrika, Türkei reden, sondern mit ihnen: Auch in diesem Jahr führten Studierende des HVF-Vertiefungsbereichs „Zuwanderung & Integration“ im Modul „Interkulturelle Kompetenz“ in der letzten Woche eine „joint learning journey“ (JLJ) zusammen mit Geflüchteten durch.

 

In diesem einwöchigen interkulturellen Lernformat am Rande des exotischen Gartens im Tagungshaus Hohenheim wurde fünf Tage und Abende lang in wechselseitigen Vorträgen der Teilnehmenden, Praxissimulationen, Lernstationen, Teambuilding-Sessions, Kamingesprächen etc. erlebbar und nachvollziehbar, was selten in deutschen Medien berichtet wird: Beispielsweise, wie Alltagskulturen in Fluchtherkunftsregionen aussehen, welche intrakulturellen Varianzen es im Kongo gibt, Tiefenstrukturen des ukrainischen Mediensektors, das Bildungssystem in Syrien, wie Schutzsuchende über die deutsche Bahn denken oder wie sich das Integrationsparadox lösen ließe, und vieles mehr. 

 

Die intensiven Dialoge auf Augenhöhe nach dem didaktischen Perspektivwechsel-Konzept des Ethnologen und Psychologen Prof. Dr. Alexander Loch (HVF) wurden gemeinsam im Team mit dem syrischen Dozenten Louay Hindi, der Referentin für Migration und Menschenrechte der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Akademie RS) Dr. Konstanze Jüngling und zahlreichen engagierten Studierenden des Studiengangs Public Management entwickelt, in Kooperation mit der Akademie RS durchgeführt und durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg im Drittmittelprojekt KIKS gefördert.