Mit welchen Mitteln und Instrumenten kann eine Verwaltung sicherstellen, dass Steuerpflichtige möglichst lückenlos erfasst werden? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich die kürzlich bei der „Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit“ erschienene englischsprachige Studie „Every Taxpayer Counts“. Prof. Dr. Christoph Schmidt, Gründer des „Instituts für digitale Transformation im Steuerrecht“, beschreibt in seiner Arbeit, welchen Beitrag KI und Digitalisierung in den Bereichen Mustererkennung oder Datenanalyse leisten können.
In diesem Zusammenhang fand bereits im März 2025 im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit Marokko eine Videokonferenz zum Thema „KI-Einsatz in der Finanzverwaltung“ statt. Dabei wurde mit Vertretern des marokkanischen Innenministeriums über die Implementation von KI und die Automatisierung von Verwaltungsprozessen gesprochen.
Mit „Every Taxpayer Counts“ liegt nun eine Studie vor, mit der untersucht wurde, wie solche Systeme sowie technische und administrative Rahmenbedingungen in Deutschland eine flächendeckende Erfassung aller steuerlichen Aktivitäten erlauben. Die Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Schmidt dienen auch als Grundlage für eine potenzielle Übertragbarkeit auf die Steuererhebungssysteme anderer Länder.
