Digitale Tage mit der Partnerhochschule Saratov / Russland

16.12.2021

Digitale Tage 2021: Teilnehmende aus Ludwigsburg und Saratov diskutieren über Themen rund um Politik, Gesellschaft und Verwaltung Bereits zum zweiten Mal in Folge fand eine dreitägige Online-Veranstaltung Digital Days zwischen der Hochschule Ludwigsburg und dem Stolypin Wolga Institut im russischen Saratov statt. Wie auch schon im vorherigen Jahr wurden die Digitalen Tage als Ersatz für die wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Studienbesuche von den Internationalen Büros der beiden Hochschulen organisiert und standen unter der fachlichen Leitung von Prof. Martin Schulz von der Rentenversicherung und Prof. Oleg Abakumov vom Lehrstuhl für Staatsgeschichte, Recht und Internationale Beziehungen. Vom 13. bis zum 15. Oktober wurde in Videokonferenzen intensiv über die Entwicklungen in Deutschland und Russland diskutiert. An den rund 20 Vorträgen nahmen Professorinnen und Professoren sowie Studierende beider Hochschulen teil. Es wurden vielfältige Einblicke rund um das Thema „Wohlfahrt: Status und Trends in Politik, Gesellschaft und Verwaltung in Russland und Deutschland“ gewährt. So beschäftigte sich die Ludwigsburger Studentin Anna Faist mit automatischer betrieblicher Altersvorsorge im Rahmen des Opting-out-Modells. Ihre russischen Kommilitonen Maxim Ilyschkin und Maxim Risin aus Saratov thematisierten Theater als soziale Praxis zur Gestaltung und Schutz von Familienwerten. Das Thema Familie wurde auch von Prof. Natalia V. Perepelkina in ihrem Vortrag über eheliche Verpflichtungen: Regelungen durch das russische Familienrecht aufgegriffen. Gemäß der aktuellen Pandemie bezog sich der Vortrag von Prof. Oliver Sievering auf die Frage, ob unzureichende Bedingungen für den Fernunterricht in Deutschland die Bildungsungleichheiten verschärfen. Auch Prorektorin der HVF, Prof. Anna Steidle, betrachtete mit ihrem Beitrag „Psychisches Wohlbefinden als soziales Wohlfahrtsziel: Freiheit oder Überforderung im Home-Office in Corona-Zeiten“ die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Gesellschaft. Die Digitalen Tage 2.0 dienten neben fachlichen Austausch über unterschiedliche Themen auch zur Erhaltung und Vertiefung der über 20 Jahre bestehenden Partnerschaft beider Hochschulen. Sowohl dieses als auch letztes Jahr war die Veranstaltung für alle Beteiligten spannend und bereichernd und zeigte damit, dass auch eine digitale Kooperation Erfolg haben kann.

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