Besuch einer tschechischen Delegation von der Pädagogischen Fakultät unserer Partnerhochschule in Budweis

12.05.2017

Im Rahmen des Budweis Incoming vom 2. bis 4. Mai 2017 wurden elf Studierende sowie die Lehrstuhlleiterin Frau Doz. Dr. Hana Andrášová sowie ihre Kollegin Dr. Jana Kusová an unserer Hochschule durch Herrn Prof. Dr. Gerald Sander empfangen.

Gegenstand der Delegationsreise war ein fachlicher Austausch auf bilateraler Ebene über aktuelle Fragen der Schulverwaltung. Dem Kultusministerium in Tschechien sind – abweichend von der deutschen Praxis – auch die Hochschulen unterstellt.

Zunächst fand ein Besuch der Muster-Grundschule in Hoheneck statt. Hier zeigten sich bereits erste Unterschiede in den beiden Schulsystemen, da in Tschechien die Grundschule in der Regel bis zur 9. Klasse geht und eine frühere Aufteilung der Klassenverbünde nicht für sinnvoll erachtet wird. Von daher spielt die Durchlässigkeit des Schulsystems keine vergleichbar wichtige Rolle wie im baden-württembergischen Bildungsrecht. Beim Regierungspräsidium in Stuttgart wurden die Unterschiede der Schulsysteme, nebst Vor- und Nachteilen vertieft aufgearbeitet. Interessant war der Hinweis des stv. Leiters der Schulabteilung, Herr Martin Sabelhaus, dass eigentlich eine Begleitung der Schulrektorinnen und -rektoren durch eine Verwaltungsfachkraft sinnvoll wäre, da die Verwaltungsaufgaben auch an den Schulen immer mehr zunehmen würden. Die Einstellung einer solchen Fachkraft scheitere aber an den finanziellen Lasten für die Kommunen als Schulträger. In diesem Zusammenhang wies Frau Andrášová darauf hin, dass in Tschechien die Rektorinnen und Rektoren ein zusätzliches Masterstudium absolvieren müssen, um die notwendigen Verwaltungskompetenzen zu erlernen.

Abgerundet wurde das interkulturelle Seminar mit einem Treffen mit dem Stura der HVF, der wie immer am Grillabend die ausländischen Gäste hervorragend betreute sowie bilaterale Austausche bei anregenden Gesprächen förderte.

Ein besonderer Dank für die ausgezeichnete und reibungslose Planung geht an das Akademische Auslandsamt, namentlich Frau Staiger.